Joschka vom Isarflimmern

geb. 2. Januar 2007
Mutter: Motte von der Holderheide
Vater: Agassi vom Ragazaga
Geschwister: Jänner, Jever, Jura, Jedna, Jette und Julexa

Joschka ist unser zweiter Kromfohrländer und ich kenne ihn seit seiner Geburt, da ich dabei sein durfte.
Unser erster Kromfohrländer, Lenin von der Holderheide, war Mitte November 2006 an einem Nierentumor verstorben, und eigentlich wollten wir erst einmal keinen neuen Hund. Aber es kommt halt doch anders, als man denkt. Und es war auch die letzte Chance, noch ein Motte-Kind zu bekommen, da Motte danach altersbedingt aus der Zucht gehen würde.
Und Motte ist halt einer meiner absoluten Lieblingshunde – das beruht wohl auch auf Gegenseitigkeit. Wenn sie mich sieht, dann flippt sie immer aus und springt mir aus zwei Metern Entfernung in die Arme und ich muß sie auffangen.
Wenn man also Motte kennt, dann weiß man, warum Joschka so ist, wie er ist: manchmal ein Spring-ins-Feld und leicht durchgeknallt. Nichts als Blödsinn im Kopf, wird wohl auch ewig jung bleiben und vom Wesen her nicht gesetzter werden.

Wie gesagt, eigentlich wollten wir mit einem Lenin-Nachfolger warten. Aber als er dann nach seinen zwei hellgeborenen Brüdern zur Welt kam, da war’s um mich geschehen. Er sah als Welpe und Junghund eher aus, als ob Motte ein Rendevouz mit einem Berner Sennenhund hatte, und nicht mit einem Kromfohrländer: viel schwarze Spitzen im Fell, schwarze Ohren, fluschiges Fell.
Und auch jetzt, im Erwachsenenalter, ist er kein typischer Rauhaarkromi. Das liegt v.a. wohl an seiner Oma Anauka von der Napoleonsnase (genannt Nauka), der er sehr ähnlich ist. Das Fell gleicht eher denen der Glatthaarkromfohrländer (weich und länger), Joschka hat Fahnen und Hosen und einen sehr buschigen Schwanz. Da er einen Bart hat, wurde er bis zu seiner Körung im vergangenen Herbst auch als Rauhaar-Kromfohrländer geführt.
Wir haben ihn schon immer einen „Kromfohrländer-Hybriden“ genannt.

Im Herbst 2011 sind wir dann nach Wangen in die Schweiz zur Körung gefahren, um Joschka begutachten zu lassen. Uns war es immer wichtig, dass Joschka erst ein gewisses Alter erreicht hat, bevor er vielleicht mal in die Zucht gehen sollte.
Hintergrund war, dass unser erster Hund Lenin bereits im Alter von 22 Monaten angekört wurde, und dann innerhalb der nächsten Monate sowohl an Katarakt als auch an Epilepsie erkrankte. Beinahe hätte er kurz zuvor eine Hündin gedeckt, und so wäre der Nachwuchs unmittelbar von Krankheiten betroffen gewesen. Das ist uns damals glücklicherweise erspart geblieben, hat uns aber immer beschäftigt.
Deshalb wollten wir einfach lange genug warten, damit evtl. Krankheiten wie AI oder Epilepsie möglichst ausgeschlossen sind. Ganz steckt man natürlich nie drinnen, aber man will halt doch nach bestem Wissen und Gewissen handeln. Und als Rüdenbesitzer kann man das Ganze auch einfacher steuern, in dem man die Rüden später ankören läßt und für die Zucht zur Verfügung stellt. Bei Hündinnenbesitzern ist das etwas schwieriger, da die Zuchtphase einfach altersbedingt kürzer ist.

Bei der Schweizer Körung war Frau Christine Rossier die Zuchtrichterin. Da ich sie schon von diversen Hundeausstellungen (damals noch mit Lenin) her kannte und für eine wunderbare Richterin halte, die sehr gut auf die Hunde eingeht und wohl nie die Geduld verliert, wollte ich unbedingt zur Körung in die Schweiz. Die Entfernung von München aus ist auch nicht weiter, als z.B. nach Karlsruhe. Die Fahrstrecke angenehmer, weil weniger Verkehr.
Joschka hat sich jedenfalls gut auf dem Tisch präsentiert, war immer aufmerksam. Frau Rossier konnte ihn ohne Probleme anfassen, die Proportionen abtasten und sich die Zähne anschauen. Sein Gang war flüssig, mit gutem Schub. Im Stand konnte Sie dann seine Fahnen und Hosen bewundern. Daher kam Frau Rossier auch zu dem Ergebnis, dass Joschka ausschließlich in der Glatthaar-Zucht eingesetzt werden sollte und machte dies zur Körauflage. Wir hatten damit kein Problem.

Tja, und jetzt schauen wir mal, wann Joschka zu seinem ersten Deckeinsatz kommt…