Hundeschule Allach

http://www.hundeschule-allach.de/

Inhaberin: Irene Hoffmann

zertifizierte Problemhundberaterin, zertifizierte. Hundepsychologin nTR

Verhaltenstherapeutin, zertifizierte und anerkannte Richterin des BVdH

 

 

Glücklicherweise wurde im Frühjahr 2009, gleich bei uns um die Ecke, die Hundeschule Allach eröffnet. Zuvor hatten Joschka und ich erst einen Welpen- und danach einen Junghundekurs in der Hundeschule Emmering (Inh. Rosa Huber) besucht. Da war ich auch schon mit unserem ersten Kromfohrländer Lenin gewesen.

Hier in Allach ist alles etwas kleiner und feiner (weniger Kursteilnehmer). Das Angebot ist vielfältig und von Jahr zu Jahr größer. Anfangs belegten wir hauptsächlich funwork-Kurse (Erziehung und Spiel). Den 3tägigen Schnüffel-Workshop fanden wir auch ganz toll, war mal ganz was anderes. Und Joschka war mit Feuereifer dabei.

In 2011 hatten wir dann dienstags immer auch einen einstündigen fungility-Kurs (Agility, aber just for fun, mit ein bißchen Gehorsamsübungen dazwischen).

Mein absolutes Steckenpferd ist aber Longieren, das von Irene seit 2010 angeboten wird.

 

Beim Longieren wird ein Kreis von ca. 10 – 15 m Durchmesser mit einem Band (später auch Hütchen) abgegrenzt. Der Hund befindet sich außerhalb des Kreises, der Hundehalter im Inneren. Anfänglich läuft der Hund an einer Schleppleine, sein Mensch gibt die jeweilige Richtung vor, in die gegangen wird. Das Grundkommando ist „Go“ und wird durch den ausgestreckten Arm in die rechte oder linke Richtung verstärkt. Versucht der Hund das Kreisinnere zu betreten, so wird er sanft, aber bestimmt mit einem lauten „Fehler“ aus dem Kreis verwiesen.

Anfänglich läuft man im Inneren des Kreises parallel zum Hund. Nach und nach wird der Abstand immer mehr vergrößert, bis hin zum In-der-Mitte-stehen und nur noch Um-die-eigene-Achse-drehen. Der Hund läuft mittlerweile ohne Leine und achtet nur noch auf die einzelnen Richtungswechsel oder sonstigen Kommandos, wenn Hinternisse wie Hürden oder Tunnel eingebaut werden.

Das Ziel des Kurses ist es, irgendwann ohne Begrenzungen/Markierungen den Hund auf Abstand in die vorgegebene Richtung um sich herum laufen zu lassen. Durch den Kurs wird die Mensch-Hund-Beziehung verstärkt, der Hund schenkt seinen Besitzer mehr Aufmerksamkeit. Er wird geistig und körperlich ausgelastet.

 

Joschka ist mittlerweile so aufmerksam und gut im Longieren, dass ich in der Mitte stehen bleiben kann und mich nur noch um mich selbst drehen muß. Bleibe ich frontal zu ihm stehen, so weiß er, dass er sich hinsetzen soll. Ich kommuniziere bis auf „Go“ (für den Start), „Hopp“ (für die Hürden) oder „Durch“ (für den Tunnel) ausschließlich mit den üblichen Gesten („Sitz“ / „Platz“ / „Bleib“). Zwischendurch gibt’s auch mal eine kleine Belohnung. Am Ende der Übung bekommt Joschka dann immer seinen heißgeliebten Frosch zum Spielen. Und Süffeln ist dann auch erstmal wichtig.

 

Ein Durchgang dauert in der Regel 5 – 8 Minuten pro Hund, dann wird gewechselt und der nächste Hund kommt dran. Meistens machen wir drei Durchgänge pro Übungseinheit. Danach sind sowohl Hund als auch Besitzer meist ausgepowert. Man glaubt gar nicht, wie anstrengend das sein kann. Joschka und ich sind eigentlich immer k.o., wenn wir vom Longieren kommen. Ich falle dann immer erstmal aufs Sofa und Joschka in sein Crunchie.

 

Aber es macht unheimlich Spaß und bringt auch einiges auf freiem Feld, wenn Joschka ohne Leine unterwegs ist. Kommen wir an eine Abzweigung, und Joschka läuft voraus, so bleibt er da dann immer stehen und schaut mich an. Per Armzeichen kann ich ihm dann anzeigen, in welche Richtung ich gehen möchte, und er biegt dorthin ab.

Und nachdem ich so vom Longieren schwärme, habe ich auch schon andere mit diesem Virus angesteckt…

 

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